Fachfortbildung für OMT–Therapeuten

Muskuloskelettaler Ultraschall speziell für Physiotherapeuten

Dank dem großem Engagement der AG Manuelle Therapie, welche in dem kleinen Ort Wremen an der Nordseeküste ansässig ist, finden regelmässig spezifische Fachfortbildungen für OMT´ler statt – so auch in diesem Jahr Anfang Juni zum Thema Muskuloskelettaler Ultraschall für Physiotherapeuten.

Gegenwärtig findet Ultraschall in der Physiotherapie zur Therapie von Muskel-, Sehnen- sowie Gelenkbeschwerden Anwendung. Jedoch ist die Grundlage zu jeder Therapie eine umfassende Befundung und Diagnostik, welche aus Anamnese und gezielten Untersuchungen bzw. Messungen besteht. Ergänzend dazu bietet Ultraschall als bildgebende Massnahme ein weiteres Untersuchungsinstrument, um Befunde zu erstellen und/ oder zu bestätigen. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern war bislang diese Form der Untersuchung in Deutschland in den Ärzten vorbehalten.

Physiotherapeuten beschäftigen sich täglich mit Beschwerden am Muskuloskelettalen Bewegungssystem, deren Ursachen, Veränderungen und Zusammenhänge - dementsprechend gross ist das Interesse Muskeln, Sehnen, Nerven – und Bandstrukturen sowie Bindegewebe bildlich darstellen zu können. Seit einiger Zeit gewinnt Ultraschalldiagnostik als ergänzendes Untersuchungsinstrument in der Physiotherapie an Bedeutung wodurch sich auch Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich für Physiotherapeuten bieten.
An einer dieser speziell für Physiotherapeuten konzipierten Fortbildung nahmen Sandra Schleicher und Claudia Köckritz teil.

Im Rahmen dieser Weiterbildung wurden theoretische und praktische Kenntnisse bezüglich der Ultraschallgeräte und deren Umgang vermittelt. Der grösste Teil der Fortbildung beinhaltete das selbständige praktische Anwenden und Üben mit Möglichkeiten der Hilfestellung durch sehr kompetente Dozenten.

Zahlreich zur Verfügung gestellte Ultraschallgeräte ermöglichten sich praktisch mit der Darstellung von Sehnen, Muskeln, bindegewebigen Strukturen sowie Nerven in den Bereichen Schulter, Unterarm, Knie, Unterschenkel und Fussbereich auseinander zu setzen.
Da allein die Darstellung verschiedener Strukturen noch keine Interpretation bzw. Befund zulässt, wurden in diesem Zusammenhang pathologische Veränderungen dargelegt und besprochen. Der Vergleich von nichtveränderten (gesunden) Strukturen zu dargestellten veränderten (pathologischen) Geweben ermöglichte Erklärungen diesbezüglich, welches Aufschlüsse zur Interpretation eines möglichen Befundes gibt.

Obwohl Ultraschalldiagnostik für Physiotherapeuten ein ganz neues Terrain ist, kann es in Zukunft an Stellenwert gewinnen und einen neuen Maßstab in der Untersuchung und Diagnostik darstellen.


Also geht es weiter ganz nach dem Motto

"Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Wer damit aufhört treibt zurück"

Lao Tse