Das funktionelle Training/ Zirkeltraining

Das Hauptmerkmal des funktionellen Trainings ist  das trainieren von Bewegungsabläufen und Muskelgruppen. Die Muskeln werden in Ihrer Funktion entsprechend trainiert und das vorzugweise in der geschlossenen Kette.

Beim Zirkeltraining werden verschiedene diese funktionellen Übungen nacheinander in einem genau definierten Intervall (z.B. 60 s Training/ 30 s Pause) absolviert. Die Übungsvielfalt ist sehr hoch und der Schwerpunkt eines Zirkels kann jederzeit neu gewählt werden. Durch die Rotation zwischen den Stationen kommt es zu einem regelmäßigen Wechsel zwischen Belastung und Entlastung, so dass es nicht zu Überlastungen kommt. Typische Trainingsgeräte sind der Physio- bzw. Pezziball, der TOGU JUMPER, Matten, Kleingewichte, Gewichtsmanschetten, Posturomed, Flexi-Stab, Sandsäcke usw.

Die dreidimensionalen Bewegungen (also, das Bewegen in verschiedenen Bewegungsebenen) sind der entscheidende Faktor, der das funktionelle Training vom herkömmlichen Gerätetraining unterscheidet. Dabei wird mit Kleingeräten und vor allem mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet. Höchstes Augenmerk wird bei der Übungsauswahl auf die tiefe (gelenkstabilisierte) Muskulatur  gelegt.

Voraussetzung ist, dass der Physiotherapeut die „Schwachstellen“, Dysbalancen und Probleme des Patienten/ Hobbysportlers erörtert bzw. feststellt und das Training individuell abstimmt.


Das Training ist dann als Einzel-oder Gruppentraining möglich und ist für JEDE Altersgruppe möglich!

Vor allem im Sport / Präventionstraining ist es wichtig, dass man nicht belastungsvermeidend trainiert, sondern das trainiert, was der Sportler / Wiedereinsteiger / Versicherter mit Bewegungsmangel/ Patient in seinem Sport/ Alltag/ Beruf/ Freizeit  können muss, aber noch nicht  (oder nicht mehr) kann. Trainiert werden vor allem Kraft, Kraftausdauer, Schnellkraft, Stabilität, Beweglichkeit und Koordination durch alltagsnahe Übungsauswahl.

Die Vorteile des Funktionellen Trainings sind die geringen Anschaffungskosten, hohe Trainingseffektivität, hohe Motivation durch die Übungsvielfalt.
Die Krankenkasse erkennen das Zirkeltraining im Rahmen des Präventionssports gemäß § 20 SGB 5 an.