Marnitztherapie

Die Behandlung nach Marnitz ist ein komplexes Therapiekonzept, welches von Dr. med. Marnitz entwickelt wurde.

Dieses ganzheitliche befundorientierte Therapiekonzept, zur gezielten Behandlung des Bewegungsapparates bei Schmerzzuständen durch degenerative Veränderungen, Überbeanspruchung oder nach Traumen in den sich daraus ergebenden statischen Veränderungen, beinhaltet verschiedene manuelle Techniken (wie Druck- und Zugreize, Dehn- und Mobilisationstechniken), um über zusammenhängende Wirkungsketten das betroffene Gebiet bzw. des primär verursachenden Region zu beeinflussen.

Der lokale Reiz wird auf Grund der reflektorischen Wirkweise der Therapie nach Marnitz positiv unterstützt. Bei diesem Therapiekonzept kommt es zu keiner vermehrten Durchblutung bzw. Gefässerweiterung im Ödembereich, was einen Anstieg der zu verarbeitenden Lymphflüssigkeit vermeidet und somit eine gute Behandlungsmethode für Ödempatienten darstellt.

Behandlungsansatz/ -konzept:

  • Inspektion, Funktionsüberprüfung und Befundaufnahme
      Behandlung:
    • Griff- und Befundorientierte Weichteiltechnik
    • Behandlung nicht zwingend lokal sondern auch über reflektorische Wirkung durch Behandlung von Schlüsselzonen
    • Grifftechnik an anatomisch exakt tastbaren Strukturen
    • Dehnung und Mobilisation
    • Griffe der Manipulativmassage, manuelle Techniken und krankengymnastische Massnahmen

Wirkungsweisen/ Ziel:

  • Durchblutungsförderung, und Verbesserung der Stoffwechselsituationeintreten von Reparaturmechanismen und folglich der Regulation von Muskelspannung
  • Dehnreiz von Muskelspindeln und Fascien sind der Schlüssel, um Muster aufzulösen, welche über längere Zeit bestanden haben
  • Durch Muskelentspannung physiologischeres Bewegungsverhalten und daraus resultierend ein verbesserter Abluss von lymphpflichtiger Stoffe<

Anwendungsgebiete:

  • Funktionelle Bewegungseinschränkungen auf Grund von Muskel-Sehnen Problematiken
  • Gelenk-muskuläre Beschwerden des Bewegungsapparates mit Hartspannzonen (z.B. Bandscheibenvorfall/-vorwölbung, Schulter- und Hüftgelenksbeschwerden, 'Impingment')
  • Reizungen des Sehnenansatzbereichs und damit verbundene Schmerzzustände z.B. bedingt durch falsche Haltung, einseitige arbeit, degenerativer Veränderungen oder Überlastung (z.B. Migräne-Kopfschmerz, Lumbalsyndrom/Lendenwirbelsäule etc.)
  • Funktionsstörungen des Bewegungsapparates nach Operationen und/oder Traumata
  • Begleitbeschwerden am Bewegungsapparat bei Patienten mit Lymphödem (häufig verursacht durch: Gewicht des Ödems, Minderung der Bewegung durch Schmerzen oder Narbenzüge, einseitige Überbeanspruchung, Schutzhaltung psychosomatischer Ursache