Patienteninformation Zuzahlung

Wie kommen Zuzahlungen in der Physiotherapie zustande?

Das Sozialgesetzbuch (Fünftes Buch (V) Gesetzliche Krankenversicherung, Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477) § 32  Heilmittel) sieht vor, dass Kassenpatienten, welche Heilmittel (z. B. Manuelle Therapie verordnet bekommen, Zuzahlungen (Eigenbeteiligung) in unserer Praxis zu leisten haben.

Diese setzt sich zusammen aus 10,00 € sogenannte Verordnungsblattgebühr + 10% des Honorars, das der Therapeut für die Behandlung erstattet bekommt.

Der Gesetzgeber verpflichtet uns dazu, diesen Eigenanteil einzufordern.

Personen über 18 Jahren müssen einen Höchstsatz von 2 % ihres Brutto-Jahreseinkommens zuzahlen. Alle Zuzahlungen, die darüber hinausgehen, können mittels des genannten Formulars zurückgefordert werden.

Chronisch kranke Menschen, deren Krankheit einen enormen Kostenfaktor mit sich bringt was Medikamente und Behandlung angeht, müssen höchstens 1 % ihres Brutto-Einkommens dazu bezahlen. In diesen schweren Fällen kann man meist schon zu Beginn des Jahres den Antrag stellen, zahlt dann den entsprechenden Eigenanteil im Voraus und bekommt einen Befreiungsausweis von den Krankenkassen ausgestellt.

Ausführliche Informationen können Sie auch auf der Webseite www.dmrz.de nachlesen.

Jede physiotherapeutische Maßnahme wird in jedem Bundesland und bei jeder Krankenkasse unterschiedlich vergütet und verändern sich regelmäßig. Deshalb kommen voneinander abweichende Beträge zustande.
Zum Beispiel zahlen  Versicherte der einen Krankenversicherung aktuell für 6 Einheiten Manuelle Therapie 20,50 €, während ein Versicherter einer anderen Krankenkasse für die gleiche Leistung 18,64 € bezahlen.

Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet Ihre Zuzahlung in der Praxis zu kassieren — das können wir nicht ändern. Wir bitten Sie aber Ihre Zuzahlungsgebühr bis spätestens zur 2. Behandlung an unserer Anmeldung zu begleichen. Das hilft einerseits  den stetig steigenden Verwaltungsaufwand zu minimieren und erspart uns andererseits das unangenehme Eintreiben dieser Gebühr. Sollte es aus irgendwelchen Gründen zum vorzeitigen Abbruch der Behandlungsserie kommen, werden ihnen die 10% der Eigenbeteiligung anteilmäßig zurückerstatten.

Selbstverständlich erhalten Sie für jede bezahlte Selbstbeteiligung eine Quittung, die Sie je nach Ihren persönlichen Einkommensverhältnissen von der Steuer absetzen können.
Die AOK und alle anderen Krankenkassen bieten Zuzahlungsbefreiungen an. Um diese Befreiung erhalten zu können, muss man gewisse Voraussetzungen erfüllen und einige Unterlagen einreichen. Die Zuzahlungsbefreiung hilft Menschen mit wenig Einkommen, trotzdem optimal gesundheitlich versorgt zu sein.

Alle Personen, die das 18. Lebensjahr nicht vollendet haben, unterliegen der Zuzahlungsbefreiung!

Patienten, welche z. b. einen Arbeitsunfall hatten und eine physiotherapeutische Behandlung verschrieben bekommen, sind ebenfalls zuzahlungsbefreit!  

Auf der Webseite der Stiftung Warentest können Sie alles zu den Zuzahlungsregeln der gesetzlichen Krankenkassen nachlesen.

Wir hoffen wir auf Ihr Verständnis und bedanken uns im Namen des gesamten Praxis - Teams ganz herzlich bei allen PatientenInnen, die ihre Zuzahlungen stets pünktlich bezahlen bzw. bezahlt haben!

Ihr Praxis – Team der Physiotherapie Rosita Boose