Ultraschalltherapie

Der therapeutische Ultraschall ist eine gängige Behandlungsmethode der physikalischen Therapie und wird aufgrund der Eigenschaften den Kategorien Wärme- und Mechanotherapie zugeordnet.

Bei der Anwendung von Ultraschall als Therapie werden mechanische Schallwellen erzeugt, welche auf das Gewebe einwirken. Ein Teil der Schallenergie wird in Reibungsenergie umgewandelt, wodurch eine thermische Wirkung mit Gefässerweiterung in der Haut und Weichteilgewebe erreicht wird.

Des Weiteren erzielt der Ultraschall mit seinen eindringenden Wellen eine mechanisch- physikalische Wirkung und erzeugt somit eine "Micromassage" im (tieferen) Weichteilgewebe.

In der Behandlung mit Ultraschall werden Frequenzen von 1 MHz oder 3 MHz in der Form von Dauer- oder Impulsschall angewendet abhängig von Diagnose, Ursache und/ oder Beschwerden.

Während der Behandlung wird ein entsprechender Schallkopf gleichmäßig über die zu behandelnde Körperregion geführt, wobei zwischen Ultraschallkopf und Haut ein Gel verwendet wird. Dieses Ultraschall- Gel dient als Kopplungsmedium zwischen Ultraschallkopf und Gewebe und ermöglicht eine optimale Übertragung der Schallwellen zum Gewebe. Die Intensität bzw. Dosierung der Behandlung ist verschieden und hängt von verschiedenen Faktoren ab wie z.B. Ursache, Diagnose und/oder Grösse des zu behandelnden Bereichs.

Unter Verwendung eines Salbenmedikaments an stelle des neutralen Kopplungsgels bietet der Ultraschall die Möglichkeit das verabreichte Medikament gezielt tiefer ins Gewebe einzubringen.

Wirkungsweisen:

  • Schmerzlinderung
  • Durchblutungs- und Stoffwechselförderung
  • Verbesserung der Elastizität von Bindegewebsstrukturen, Anregung von Gewebsregenerationen
  • Senken von Spannungszuständen der Muskulatur
  • Lösen von Verklebungen

Anwendungsgebiete:

  • lokale akute und chronische Schmerzzustände
  • Muskelspannungsstörungen und/ oder –zerrungen
  • Beschwerden an Gelenken des Bewegungsapparates (Wirbelgelenke, Extremitätengelenke z.B. Arthrose)
  • Entzündungen oder Verletzungen von Sehnen und Schleimbeutel (z.B. Tennisellenbogen)
  • Narbenbehandlung (z.B. nach Operationen)

Fangopackungen

Fangopackungen dienen dazu in einer bestimmten Körperregion, durch das Anlegen von Pelosepackungen, eine anhaltente, lokale Erwärmung auch in tiefen Gewebsschichten zu erzielen. Die Anwendungsdauer liegt bei 20 - 30 Minuten.

  • Förderung der Durchblutung
  • Linderung von Schmerzen
  • Entspannung der Muskulatur
  • Lockerung des Bindegewebes
  • Stärkung des Immunsystems

Microwelle

Die Therapie mit Mikrowellen zählt zur Hochfrequenztherapie im Sinne einer Tiefenwärmebehandlung. Hierbei werden gebündelte elektromagnetische Wellen an das Gewebe abgegeben durch deren Einfluss im Gewebe Wärme entsteht- ohne elektrische Reizung von Gewebsstrukturen.

Die Energie dieser Wellen wird direkt vom Gewebe bzw. Gewebsschichten absorbiert und in Wärme umgewandelt. Mit seinen Eigenschaften von durchblutungsfördernden, schmerzlindernden, muskelentspannenden und stoffwechselsteigernden Wirkung findet die Mikrowellenbehandlung Anwendung bei allen Erkrankungen, bei denen lokale Wärme unter der Oberfläche (Muskulatur oder bindegewebiger Strukturen) erzeugt werden soll- demnach in nahezu allen medizinischen. Fachbereichen.Beispiele für Anwendungsbereiche sind: degenerative oder chronische Prozesse des Bewegungsapparates (z.B. Arthrosen), Muskelproblematiken, Bandscheibenbeschwerden.

Sensible Störungen oder Metallteile im betroffenen Gebiet, frische Hämatome oder Osteomyelitis stellen teils oder ganz eine Kontraindikation dar und sollten vor der Anwendung berücksichtigt werden.