7. Geriatrietag

Rund ein Fünftel aller Menschen  in Deutschland sterben in Pflegeheimen. Die Tendenz ist steigend.
Die Sterbebegleitung gehört zu den wichtigsten Aufgaben des gesamten medizinischen Personals in Pflegeheimen und palliativen Einrichtungen. Hier setzt das Projekt „Mobile Palliativambulanz“ des Palliativnetzwerkes (in Halle Elisabeth–Mobil) an.

Um dieser Herausforderung gerecht zu werden und  Ihre Erfahrungen auszutauschen trafen sich am 28. April 2016 im Universitätsklinikum Halle Mediziner, Pflegepersonal, Schmerztherapeuten, Seelsorger, Sozialarbeitern, Kirchenvertreter, Psychologen, Pflegedienstleiter  und natürlich auch Physiotherapeuten zum 7.Geriatrietag.

Unsere Praxis wurde von Frau Katrin Oertel und Frau Angela Karrasch vertreten. Beide Kolleginnen verfügen über langjährige Berufserfahrung, sind speziell für die Behandlung von neurologischen Patienten (Krankengymnastik nach BOBATH) zertifiziert ausgebildet und betreuen seit mehr als 15 Jahren Patienten im Pflegeheim Böllberger Weg und Gut Gimmritz.

Im Schnitt haben die Kliniken nur 10 Betten für Sterbebetreuung zur Verfügung. Die Finanzierung zusätzlichen Personals für diese „Rund um die Uhr Betreuung“ ist leider häufig nicht gewährleistet. Dabei geht es nicht um medizinische Versorgung, sondern darum, der sozialen/emotionalen Hilfestellung Sterbender gerecht zu werden.
Sehr häufig lässt die Zusammenarbeit zwischen der stationären und ambulanten Versorgung zu wünschen übrig. Positiv herausgestellt wurde, dass die Betreuung schwerstkranker/sterbender Menschen in ländlichen Gegenden besser funktioniert. Ein Grund dafür wurde darin gesehen, dass die Anonymität der Großstädte aufgehoben ist, die Hilfsbereitschaft, der soziale Zusammenhalt und auch die Kirche und Wohlfahrtsverbände eine größere Rolle spielen.

Immer wieder kommt der Konflikt zwischen der erzwungenen Wirtschaftlichkeit privater Einrichtungen und der nötigen Zeit, welche die palliative Arbeit benötigt, nicht gewährleistet werden kann. Ebenfalls wurde über die Möglichkeiten und Grenzen der ehrenamtlichen Dienste berichtet und diskutiert.

Für uns Physiotherapeuten unterscheidet sich  die Zielstellung der Therapie deutlich von „normalen Praxispatienten“. Es geht nicht darum Muskeln zu kräftigen und Gelenke wieder beweglicher zu machen. Wir können den Sterbenden mit sanften Massagetechniken, mit Klangschalentherapie und leichtem schmerzfreien Mobilisationstechniken helfen, ihre letzten Tage schmerzfrei und in Würde zu verbringen.

Galerie

Unsere Praxis wurde von Frau Katrin Oertel und Frau Angela Karrasch vertreten. Beide Kolleginnen verfügen über langjährige Berufserfahrung, sind speziell für die Behandlung von neurologischen Patienten (Krankengymnastik nach BOBATH) zertifiziert ausgebildet und betreuen seit mehr als 15 Jahren Patienten im Pflegeheim Böllberger Weg und Gut Gimmritz.

Für die Großansicht der Bilder einfach auf ein Bild klicken.